Ich lebe noch…

Seitenblicke

In den letzten 2 Wochen war es sehr ruhig auf meinen Kanälen im World Wide Web.

Der Grund dafür ist ganz einfach: Mein Umzug nach Wien. Ja, ich bin wieder ein Wiener. Nach 2 schönen Jahren in der kleinen Kurstadt Baden (südlich von Wien) hat mich die Bundeshauptstadt wieder.

Der Umzug war sehr anstrengend und kostete einiges an Energie und war zudem emotional nicht ganz einfach für mich, da er nach vier Jahren einen neuen Lebensabschnitt für mich bedeutete. Das Ganze musste ich erst einmal für mich selber verarbeiten und hatte zum Glück seitdem viele Meetings, um auf andere Gedanken zu kommen. Um euch einen kleinen Überblick zu geben, was ich in den vergangenen 14 Tagen so getrieben habe, gibt es hier eine Zusammenfassung:

Die Vorbereitung mit dem SC Mannswörth ging in die heiße Endphase, denn bereits diesen Samstag starten wir mit der Heimpartie gegen den SV Gerasdorf-Stammersdorf in die Rückrunde. Die letzten Ergebnisse und Leistungen waren nicht mehr so wie wir uns das gewünscht haben. Gegen den Regionalligisten Admira Juniors gab es eine 0:5 Niederlage, und am vergangenen Wochenende kassierten wir gegen den 2. Landesligisten FC Karabakh ebenfalls eine 1:2 Niederlage.

Gegen zwei unterklassige Teams konnten wir jedoch souveräne Siege einfahren. Red Star Penzing wurde mit 4:0 besiegt und gegen Klosterneuburg gab es sogar einen 7:1 Triumpf.

In den letzten vier Vorbereitungsspielen spielte ich leider nur einmal gegen Red Star Penzing von Beginn an. Mit dieser Situation kann ich natürlich nicht zufrieden sein, da es ganz und gar nicht meinem Anspruch gerecht wird. Das Leben ist nicht immer fair und man muss sich den Situationen stellen und das Beste daraus machen. Ich werde ganz sicher nicht aufgeben, sondern noch härter und intensiver als bisher trainieren. Solche Phasen stärken und festigen deine Persönlichkeit viel mehr als solche, in denen es rund läuft. Fritz Fuchs (mein damaliger Trainer beim 1.FC Saarbrücken) sagte immer: „Das dritte Bein des Fußballers ist der Kopf“ und er hat damit recht. Der Kopf bzw. die Psyche spielt eine große Rolle um seine Leistung abrufen zu können, denn man muss fokussiert sein auf das Wesentliche und sich von nichts ablenken lassen. Ich nehme diese Herausforderung an und werde dadurch stärker als jemals zuvor.

Es gibt aber auch positivere Neuigkeiten 🙂 Zum Beispiel habe ich mit den Jungs von Constant Evolution Max Brucker und Patrick Domingo ein Video abgedreht um die neuen Adidas ACE16.1 Primeknit Fußballschuhe in Szene zu setzen. Das Endergebnis wird in Kürze präsentiert und ich bin schon sehr gespannt. Hier gibt es einen kleinen Vorgeschmack.

So, die restlichen Neuigkeiten gibt es in den nächsten Tagen noch…

Euer Ben

Fotos by Max Brucker/Patrick Domingo

 

Therme Oberlaa in Wien

Seitenblicke

Die Vorbereitung mit dem SC Mannswörth war bisher sehr intensiv: vier Trainingseinheiten in der Woche, plus zwei Testspiele, zudem Spinning und Stabilitätstraining. Unser Trainer Senad Mujakic hat in den letzten Tagen bemerkt, dass wir Spieler schwere Beine haben und hat uns mit einem freien Trainingstag in der Therme belohnt, um wieder zu Kräften zu kommen.

Die Therme Oberlaa in Wien wurde vor ein paar Jahren saniert und ist perfekt, um den Alltagsstress für einen Tag oder wie wir gestern für einige Stunden zu vergessen und die Seele baumeln zu lassen. Sie bietet sehr viel Platz mit den unterschiedlichsten Becken wie zum Beispiel einem Salzwasserbecken im Freien, einem Sportlerbecken für die Schwimmer, Erholungsbecken mit Whirlpools, ein Sprungbecken für die Mutigen und zwei coole Wasserrutschen. Einige von uns nutzten gestern auch den Saunabereich, den man gegen einen geringen Aufpreis von 8€/Person ebenfalls nutzen kann.
Die Zeit verging wie im Flug, da wir alle angebotenen Sachen genutzt und wir viel miteinander geredet haben, was im Trainingsalltag in diesem Maße überhaupt nicht möglich ist. Somit hat sich der gestrige Ausflug echt bezahlt gemacht, denn neben der Tatsache, dass wir unsere Körper und unseren Geist gepflegt haben, haben wir uns alle besser kennengelernt. Mein Gefühl sagt mir, dass wir noch enger zusammen gewachsen sind und vorallem unsere neuen Spieler noch besser integriert haben.
Ich sage es schon immer:

Oftmals ist weniger mehr.

Heute geht es wieder mit einem Training am Polizeiplatz in Wien weiter, mit neuer Energie und einem gestärkten Teamgeist. Wir haben noch 3 Wochen bis zum Meisterschaftsbeginn und die müssen wir nutzen, um eine erfolgreiche Rückrunde zu spielen.
Mein Tipp an alle, die im Alltag häufig gestresst sind und ständig unter Strom stehen: Gönnt euch regelmäßig Auszeiten und tut etwas, was euch bzw. euren Seelen und eurem Körper gut tut. Die Gesundheit ist schließlich das Wichtigste was wir besitzen, passt gut auf sie auf.

Euer Ben

Spinning

Training

 

Am Montag Abend gab es zur Abwechslung zum Fußballtraining eine gemeinsame Einheit Spinning im Fitnesscenter in Floridsdorf. Gerade in der intensiven Vorbereitungszeit ist jede Abwechslung im Trainingsalltag erwünscht und bringt neue Trainingsreize.

Im vergangenen Jahr stand Crossfit auf dem Programm, wo sehr viel im Kraftausdauerbereich gearbeitet wurde. Beim Spinning hingegen, oder wie es Neudeutsch auch genannt wird: Spin Racing, Xycle oder Indoorcycling liegt das Hauptaugenmerk im Ausdauerbereich (Grundlagen- und Kraftausdauer). Wir hatten eine sehr anstrengende Stunde Powertraining mit sehr vielen kurzen, aber auch längeren Intervallen und einigen Bergfahrten.

Das Schöne beim Spinning ist die Atmosphäre im Raum, die laute Musik, das Radeln im Takt zur Musik, die stickige Luft, der rinnende Schweiß. Der Raum erhitzt sich wie eine Sauna, und es fühlt sich an wie in einem Rausch. Man hört die Musik und den Trainer, der die Gruppe lautstark animiert und man befolgt ohne darüber nachzudenken jede seiner Anweisungen. Die Zeit vergeht wie im Flug..

Ich fühlte mich an diesem Tag nicht so fit wie in den Tagen zuvor. Es fühlte sich an, als ob sich eine Erkältung bei mir einschleichen würde. Diese Befürchtung hat sich leider in der Nacht auf Dienstag bestätigt und seit Dienstag liege ich nun flach und kuriere mich aus, um schnellstmöglich wieder am Mannschaftstraining teilnehmen zu können.

Die Jungs haben heute einen souveränen Testspielerfolg mit 5:0 gegen Hellas Kagran gefeiert. Bravo Burschen, so kann es weitergehen. Glückwunsch an den 3 fachen Torschützen Alexander Pipal, dem in der 2. Hälfte ein lupenreiner Hattrick gelang.

Der Ball rollt wieder

Fußball

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Die Winterpause ist vorbei und seit Dienstag läuft unsere Vorbereitung mit dem SC Mannswörth auf die Rückrunde in der Wiener Stadtliga.
Die spielfreie Zeit in Österreich ist deutlich länger als ich es aus meiner Zeit in Deutschland gewöhnt war und es war gerade in meinen ersten Jahren sehr schwierig mich darauf einzustellen. Die ersten Male kam ich immer mit etwas Übergewicht aus der Pause zurück und musste mich erst wieder in Form bringen.
Mittlerweile nutze ich die Pause besser, denn ich habe ein Gleichgewicht zwischen Erholung und fit bleiben gefunden. Die Erholung ist ein wichtiger Faktor um wieder meine Kräfte aufzutanken, jedoch tue ich dies nicht nur in dem ich meine Füße hochlege und nichts tue, sondern erhole mich aktiv, das heißt mit lockeren Ausdauerläufen, mit langen Spaziergängen oder zum Beispiel mit Stretching Einheiten zu hause vor dem Fernseher.
Nach 2-3 Wochen fange ich allerdings an unruhig zu werden und starte dann mit meinem Fitnessprogramm, in dem ich die Ausdauerläufe intensiviere und sie mit Intervallläufen kombiniere. Zusätzlich mache ich 3-4 mal in er Woche Stabilitätstraining und baue hin und wieder einen Kraftausdauerzirkel ein um das Training abwechslungsreich zu gestalten.
Nach über 7 Wochen vermisse ich dann den Fußball so sehr, dass ich mich auf das erste Training freue wie ein kleines Kind auf Weihnachten. Es tut gut wieder im Kreise meiner Teamkollegen zu sein und hart an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten.
Ich bin froh, dass der Ball wieder rollt…

Stabitraining mit Elisabeth Niedereder

Training

Gestern fand das erste Training von #boostvienna mit der Leistungssportlerin Elisabeth Niedereder statt.

Wer ist Elsiabeth Niedereder bzw. Lissi, wie sie liebevoll genannt wird?

Lissi ist eine Ausnahmeathletin. Sie ist 26-fache österreichische Staatsmeisterin und kann auch international einige Erfolge nachweisen. Neben ihrer Karriere als Leistungssportlerin ist sie seit einigen Jahren im Bereich Personal Coaching und in der Leistungsdiagnostik tätig (Spezifikation Ausdauersport). Zudem ist sie Referentin in der Tristyle Academy und glänzt dort mit ihrer Praxiserfahrung aus über 16 Jahren Leistungssport.

Das gestrige Training fand bei Tristyle in der Türkenstraße 13 im 9. Bezirk in Wien statt, wo Lissi Headcoach und Inhaberin ist.

Auf dem Programm stand gestern eine Stabilisationseinheit, in der sie uns einige praktische Übungen gezeigt hat, die man jederzeit zu Hause durchführen kann, wie zum Beispiel verschiedene Variationen vom Unterarmstütz (Plank) und diverse Ausführungen von Ausfallschritten. Die einstündige Einheit war sehr schweißtreibend und dennoch sehr lustig durch die natürliche Art und Weise, wie Lissi die Stunde gehalten hat.

BOOSTVIENNA wird in den nächsten Wochen häufiger mit ihr gemeinsam trainieren, worauf wir uns alle sehr freuen. Heute findet ein Intervalltraining mit Laufschule in der Prater Hauptallee statt, ich bin schon sehr gespannt und werde euch morgen davon berichten!

Keine Ausreden

Training

JUHU! Endlich Schnee.

Mein heutiger Lauf (55 Minuten) durch das Helenental in Baden im Grundlagenausdauerbereich machte mir besonders Spaß.

Warum?

Weil es das erste Mal diesen Winter geschneit hat und ich mich gefreut habe wie ein kleiner Junge. Wie mache ich das, dass ich mich bei -8°C auf einen Lauf so sehr freue? Das Zauberwort ist Reframing.

Reframing bedeutet Dinge in einen schöneren Rahmen zu bringen. Viele verbinden Schnee zum Beispiel mit Kälte, Nässe, usw. und würden für kein Geld der Welt aus den warmen vier Wänden gehen um im freien zu Sporteln. Für mich bedeutet Schnee eine schöne Trainingsabwechslung und ich fühle mich in meine Kindheit zurückversetzt, in der ich es geliebt habe im Schnee zu spielen und jede freie Sekunde ausgenutzt habe um draußen zu sein. Zudem sage ich mir: „Wenn ich bei diesem Wetter mein Trainingsprogramm durchziehe, werde ich meine Ziele erreichen.“ Positives Denken bzw. eine positive Einstellung zu Gegebenheiten, die man nicht selbst beeinflussen kann ist das Geheimnis.

Ein anderes Beispiel habe ich schon früh in meiner Fußballerkarriere erfahren und dieses Erlebnis hat mich in dieser Hinsicht geprägt. Während meiner Zeit beim 1.FC Kaiserslautern hat uns der Trainer vor jedem Spiel, bei dem es geregnet hat, mit folgenden Worten auf das Match eingestimmt: „Das ist unser Fritz-Walter-Wetter! Wir werden heute gewinnen!“ Kurz zur Erklärung, Fritz Walter ist die Klublegende und wurde 1954 mit Deutschland zum ersten Mal Weltmeister. Er spielte gerne bei Regenwetter und der Verein hat den Begriff Fritz-Walter-Wetter bis heute am Leben gehalten. Wir gingen in jedes Regenmatch mit einem positiven Gefühl hinein und verloren in meinen 2 Jahren beim 1.FCK kein einziges davon!