Der 15. Spieltag

Die Vorrunde ist vorbei. Wir sagen uns: „Zum Glück“.

Ich habe in meiner langen Fußballerlaufbahn noch nie so einen Negativlauf erlebt wie in dieser Spielzeit. Diese Serie zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte erste Spielhälfte der Saison. Wir haben wirklich ansehnlichen Fußball gezeigt, waren in den meisten Partien die spielbestimmende Mannschaft, erspielten uns eine Vielzahl an guten Tormöglichkeiten in jedem Spiel und waren taktisch meist sehr gut vorbereitet und diszipliniert.

Was wir uns vorwerfen können, ist unsere schlechte Chancenverwertung, die im Fußball sprichwörtlich bestraft wird. Meist wurden wir mit den ersten Großchancen der Gegner eiskalt erwischt und hart bestraft. Wir haben viele Tore nach Standardsituationen bekommen und zu Beginn der Saison auch durch den ein oder anderen Konter, da wir eine sehr offensive Ausrichtung hatten mit 2 sehr hoch stehenden Außenverteidigern.

Unsere Kameradschaft litt unter diesem negativen Lauf nie, wir hielten immer zusammen und rückten noch enger zusammen, um gemeinsam wieder da raus zu kommen. Das ist echt einsame Spitze, ein riesen Kompliment an jeden Einzelnen, dass er nie aufgegeben hat, immer 100 Prozent gegeben hat, im Spiel und im Training. Gemeinsam werden wir eine überragende Rückrunde spielen und dann auch die verdienten Punkte einsammeln.

Im letzten Spiel gegen Young Style SC Wienerberg, den bereits vor dem Spiel feststehenden Herbstmeister, gingen wir natürlich als Außenseiter in die Partie. Dennoch rechneten wir uns Chancen aus, da sie einige Ausfälle kompensieren mussten und wir in den letzten Wochen eine aufsteigende Form vorweisen konnten.

Die erste Halbzeit war sehr ausgeglichen, beide Abwehrreihen ließen kaum Torchancen zu und so spielte sich das meiste im Mittelfeld ab. Als alle mit einem 0:0 zur Pause rechneten, fiel in Minute 39 doch noch ein Tor. Helly nutzte den Platz im Mittelfeld aus und zog aus rund 30 Meter volley ab und überraschte den etwas zu weit vor dem Tor stehende Meixner, der den Ball zwar noch mit den Fingerspitzen an den Querbalken lenken konnte, aber den Nachschuss verwandelte der Spieler von Wienerberg aus wenigen Metern ohne Probleme. Das war ein Schock. Diesen Schockmoment nutzten die Gäste eiskalt aus und schlossen 2 Minuten später ihren ersten schönen Spielzug eiskalt zum 2:0 ab. Das ist Qualität, wenn man aus wenigen Chancen die maximale Ausbeute herausholt.

In der Pause schworen wir uns auf die zweite Hälfte ein und wollten volles Risiko gehen, egal ob wir dabei unter die Räder kommen sollten, wir wollten das Spiel unbedingt drehen.

Gleich zu Beginn der zweiten Hälfte hatte Wienerberg 2 gute Chancen, die sie nicht nutzen konnten. Danach fanden wir von Minute zu Minute besser ins Spiel und waren die spielbestimmende Mannschaft. So konnte Wienerberg nur noch einen Lattentreffer nach einem Konter auf ihrer Habensseite verbuchen. Wir hatten in den letzten 15 Minuten Chancen fast im Minutentakt, darunter ein paar Hochkarätige, wie zum Beispiel ein Lattentreffer von Hautzinger, der anschließende Kopfballtreffer wurde auf Grund einer Abseitstellung aberkannt. Der verdiente Anschlußtreffer gelang Kubin mit einem satten Flachschuss aus rund 16 Metern ins kurze Toreck. Kubin vergab auch einige Minuten danach die größte Chance auf den Ausgleich, er verfehlte das Tor freistehend vor dem Gästekeeper nur um wenige Zentimeter. Es sollte einfach nicht sein, wir können uns nichts vorwerfen, da wir in der ersten Halbzeit taktisch eine gute Leistung gezeigt haben, aber zwei kleinere Unaufmerksamkeiten sofort ausgenutzt wurden, und in Hälfte zwei hat man wieder einmal unseren Kampf- und Teamgeist gesehen. Wir haben bis zur letzten Sekunde alles versucht, um doch noch den Ausgleich zu erzielen und gingen mit viel Risiko an unser Limit. Es wäre auf jeden Fall ein Punkt verdient gewesen, wie auch einige Spieler der gegnerischen Mannschaft nach dem Schlußpfiff zugaben.

Ich musste dieses Mal nach 60 Minuten verletzungsbedingt ausgetauscht werden. Nach einem Laufduell gab es einen Stich in den linken hinteren Oberschenkel. Ich hoffe, dass die Verletzung schnellstmöglich ausgeheilt ist, damit ich die Winterpause nutzen kann, um an einigen wichtigen Punkten wie Kraft und Kraftausdauer zu arbeiten.

Ich halte euch natürlich auf dem Laufenden.

Euer Ben

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